Innovationssysteme – Defintion System

By | 6. April 2010

Gastbeitrag von Gerhard Drexler, Head of R&D, Mondi UFP (www.mondigroup.com)

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Erfolgreiche Geschäftsprozesse basieren auf Konzepten oder Modellen, wie ein Unternehmen strukturiert und organisiert sein muss, welche Strategien es verfolgt, wie es seine Strategien operationalisiert, und welche internen und externen Einflussfaktoren es begünstigen oder behindern. Die Gesamtheit dieser Strukturen und Mechanismen stellen das „System“ eines Unternehmens dar.

Auch Innovation in einem Unternehmen ist als ein System zu betrachten, da es wie jedes vom Menschen folgender Definition zu entsprechen hat:

Ein vom Menschen geschaffenes System besteht aus einer Reihe organisierter Komponenten, die untereinander und mit ihrer Umgebung zusammenwirken, um dem Menschen einen erkennbaren Vorteil zu verschaffen. Das bedeutet im Klartext:

  • Es existiert, damit Menschen davon profitieren können.
  • Es besteht aus Komponenten, deren Beziehungen untereinander das Ziel verfolgen, für das das System erdacht wurde.
  • Durch den Austausch von Informationen und Material wirkt es mit der Umwelt zusammen, in der es existiert und operiert.
  • Es muss sich in seine Betriebsumgebung einfügen, wodurch in der Regel sein Verhalten eingeschränkt wird.

Die Planung und Implementierung von Systemen geht also über die reine Betrachtung isolierter Prozesse hinaus, hat die Erfordernisse entsprechend der Systemdefinition zu erfüllen und muß sich an die externen und internen Rahmenbedingungen orientieren.

Systemmodelle der Innovation entsprechen in mehr oder weniger konkreter und umfassender Weise den oben angeführten Grundgedanken und sind meist empirisch gut untersucht. Für Unternehmen und Organisationen ist jedoch zu beachten, dass allgemeine Modelle von Innovationssystemen an die Verwendung im betrieblichen Umfeld anzupassen sind. Dies betrifft sowohl die Auswahl der Systemelemente als auch ihre Ausprägung.

Abb.: Das Innovationssystem mit seinen Elementen und deren Beziehungen zueinander, seiner Betriebsumgebung und den externen Wechselwirkungen.

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