Tailored Innovation – keine Diäten mehr für das Innovationssystem notwendig

By | 16. April 2010

Meine Kollegen und ich haben folgende (triviale) Erfahrungen bei der Einführung und Optimierung von Innovations-Systemen gesammelt:

  • Das Innovationssystem eines Unternehmens kann zwangsläufig nicht 1:1 für ein anderes Unternehmen kopiert werden.
  • Berater versuchen immer wieder, „One-Size-Fits-All“ Systeme und Methoden zu verkaufen.

Innovation muss an die individuellen Anforderungen aufgrund unterschiedlicher Eigenschaften eines Unternehmens angepasst werden. Diese können von folgenden Faktoren abhängig sein.

  • Innovationsstrategie: radikale oder inkrementelle Innovationen, Open oder Closed Innovation, …
  • Technologie oder Market Driven
  • Unternehmensgröße, Anzahl der Mitarbeiter
  • Strukturen: Internationalisierungsgrad, Aufbau- und Ablauforganisation
  • F&E Organisation: dezentrale oder zentrale F&E, Schnittstellen zu Marketing / Produktmanagement / Produktion…
  • Produktkomplexität: Low oder High Tech, Technologiegrad, …
  • Geschäftsmodell: B2B oder B2C, Direktvertrieb, Projektgeschäft, Absatzkanäle, Dienstleistungen,
  • Kultur
  • Produktlebenszyklen

Hier ein demonstratives Beispiel zu „Kundeneinbindung im Innovationsprozess“:
Doka erzeugt Schalung – Produkte wo Handhabung, Funktionalität und Services sehr wichtig sind. Mondi erzeugt Papier – ein von außen sehr simples Produkt, jedoch innen High-Tech.
Bei Doka ist die Kundeneinbindung relevanter als bei Mondi, da das Feedback zu den Produkten wichtige Impulse für Innovationen geben kann. 

So kann mit dem „Tailored“-Ansatz auch ein schlankes Innovationssystem geschaffen werden.

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