Studie Innovationsleistung: Viel Luft nach oben

By | 13. Februar 2016

Innovation – leicht gesagt, schwer gemacht.

In Unternehmen gibt es zum Innovationsmanagement viele Bestrebungen und Initiativen. Und Innovation ist aber auch die herausforderndste Managementaufgabe, man wird mit vielen Barrieren und Stolpersteinen konfrontiert. Das bestätigen auch die hohen Flopraten aus der Literatur von 60 bis 80 %.

Das hat uns bewegt, zum Jahresende eine Ministudie zu starten, um herauszufinden

  • Wie zufrieden man mit der Innovationsleistung ist?
  • Wie hoch das Potential ist?

Wir danken allen Teilnehmenden. Die Stichprobe liegt bei n = 28, als wissenschaftlich gültig zu sein zu wenig, allerdings für eine Ministudie okay.

93 % meinen, es wäre mehr drin!

Innovationsleistung 1

Wie effektiv schätzen Sie die Innovationsleistung Ihrer Organisation? Glauben Sie, es wäre mehr drin?

Interessant ist hier, dass die, die meinen, es ist nicht mehr drinnen, im Durchschnitt nur eine Erfolgsquote von 15 % haben.

Wie kann die Innovationsleistung gesteigert werden?

Aus unserer Sicht gibt es 2 Ansätze zur Steigerung der Innovationsleistung. Entweder man steckt vorne mehr Ressourcen rein, damit hinten mehr rauskommt (ein Mythos?). Oder man optimiert die Organisation und die Abläufe, um mit den bestehenden Mitteln effektiver zu werden.

Hier die Antworten:

Innovationsleistung 2

Sollte in Ihrer Organisation mehr Zeit und Geld investiert werden, um die Innovationsleistung zu steigern?

Innovationsleistung 3

Sollte Management, Organisation und Kultur effektiver werden (z.B. Prozesse, Management Commitment, Priorität von Innovation, Eliminierung von Reibungsverlusten und Verschwendungen), um die Innovationsleistung zu steigern?

Eigentlich ist die Antwort einfach: Ja.

Wie würden Sie das nun interpretieren?

Zu den Ergebnissen kommt noch hinzu …

89 % der Teilnehmer haben ein Innovationsmanagement.

Die Erfolgsquote – die Innovationsprojekte, die die Erfolgserwartungen erfüllen oder übererfüllen – liegt bei durchschnittlich 36 %.

innovationsleistung 4

Die Fakten sind:

  • Der Großteil praktiziert Innovationsmanagement.
  • Die Erfolgsquote ist nicht zufriedenstellend.
  • Man sieht noch mehr Potential zur Steigerung der Innovationsleistung.

Das Bild ist sehr eindeutig und wir möchten das hier gerne einfach im (virtuellen) Raum stehen lassen. Und nicht fragen, ob das Innovationsmanagement oder gar Organisationen nicht funktionieren.

Und uns weiter bemühen, die Innovationsleistung und die Erfolgsquote durch professionelles Innovationsmanagement zu steigern …

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One thought on “Studie Innovationsleistung: Viel Luft nach oben

  1. Rainer Vinkemeier

    Interessante Resultate, hier ergänzt um eigene Beobachtungen und einen Lösungsvorschlag: Mutet euren kreativen Köpfen mehr zu … s.u.

    90 % der Unternehmen haben ein Innovationsmanagement. Über 90 % sind dennoch unzufrieden mit der Innovationsleistung, sehen Potential für mehr und bessere Innovationen.

    Typische Industrie-Fälle, z.B. Maschinenbau, Anlagenbau, Halbzeug-Fertigung, Zulieferer, technologie- und OEM-getrieben, Mittelstand, enorme Erfahrung, sehr gute Ingenieure:
    – fast unschlagbar, wenn es darum geht, grob formulierte Kundenvorgaben zu erfüllen und zu übertreffen, Zeithorizont = Projektlaufzeit, also oft kleiner 2 Jahre
    – fast ratlos, wenn es darum geht, jenseits konkreter Projekte und selbständig die „Produkte der Zukunft“ zu skizzieren, Zeithorizont: 10 Jahre.
    Auch hier: enormes Potential für mehr und bessere Innovationen. Inknowaktion-Ministudie und Fallbeispiele, beides nicht repräsentativ, legen nahe: Es wäre mehr drin!

    Was tun? Lassen Sie es uns zuspitzen;-)

    Mutet euren kreativen Köpfen mehr zu! Verlangt von ihnen anspruchsvolle Technologie- und Produkt-Ziele (Breakthrough inkl., aber nicht nur). Lasst nicht zu, dass sich eure kreative Kernmannschaft mit weniger zufrieden gibt als mit dem Erdenken erstklassiger Ziele!
    Setzt gezielt externe Reize, holt externe Blickwinkel ins Boot, insb. die Kundensicht. Diskutiert mit den besten verfügbaren Köpfen der Branche, einen Zukunfts-Tag lang. Mit Kunden, deren Kunden, Wissenschaftlern, Zulieferern etc. Werft mit ihnen gemeinsam einen Blick in die Zukunft der Geschäftsfelder. Diese Gäste finden das spannend und kommen tatsächlich! Aber Achtung: Alles eine Frage der Dosierung. In homöopathischen Dosen belebt und inspiriert fremdes Wissen. Nur bitte keine Bevormundung, Not-invented-here ist real. Hochwertiger Input gerne, hochdosiert, einen Tag lang, mehr nicht.

    Ab da muss es die eigene Mannschaft selbst leisten. Denkt ein Kernteam aus den eigenen besten Köpfen (FuE, Fertigung, Vertrieb, Inbetriebnahme etc.) über die Lösungen der Zukunft nach (Zeithorizont max. 10 Jahre), dann gibt es an solchen Tagen keinen zweiten Ort, an dem so viel Kompetenz und Erfahrungswissen versammelt ist.

    Die inknowaktion-Studie sagt, es wäre mehr drin. Ausgerüstet mit einem
    – anspruchsvollen Set aus Zielen (Technologie + Produkte)
    – klar gegliederter Ablauf (Zukunftstag + 3 Tage in 3 Monaten) und
    – definierter Output (Innovations-Atlas mit Prio A-Produktskizzen)
    ist mehr drin. Solche Produktskizzen, im Kernteam selbst erarbeitet, hoch-innovativ und hoch-priorisiert, sind Voraussetzung und Garant für starke Innovationsleistungen. Aus den Besten davon werden formale Innovationsprojekte mit anspruchsvollen Zielen, ideal z.B. für Stages und Gates. Sie lassen sich also nach allen Regeln der Innovationsmanagement-Kunst bearbeiten. Und fast 90 % der Unternehmen haben ein Innovationsmanagement …

    Mehr dazu: in Deutsch http://www.springer.com/de/book/9783540747543#reviews
    in Englisch: http://www.springer.com/de/book/9783642339226
    Innovationsmanagement digital: http://www.k-infinity.de/innovation-assistant

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