Scrum – ein neuer Ansatz für Innovationsprozesse?

Hr. Patrick Fritz hat in seinem Blog „Innovationsmanagement 2.0“ (http://innovationsprojekt.com/stage-gate-und-scrum-%e2%80%93-ideale-erganzung-oder-widerspruch/) das Thema „Stage-Gate und Scrum – Ideale Ergänzung oder Widerspruch?“ behandelt. Dieser Artikel hat mich inspiriert, mich intensiver mit dem Begriff auseinander zu setzen und hab begonnen zu recherchieren.

Da es für mich sehr neu ist und ich noch nicht allzu viel Literatur zur Verfügung habe, bitte ich die Inhalte „ohne Gewähr“ zur Kenntnis zu nehmen.

Scrum ist ein Vorgehensmodell der agilen Prozesse für Softwareentwicklung und Projektmanagement. Es hat seinen Ursprung im Wissensmanagement von Nonaka und Takeuchi und hat Überschneidungspunkte mit den Lean Methoden.

Es wird grundsätzlich davon ausgegangen, dass Entwicklungsprozesse so komplex sind, dass sie im Detail schwer planbar sind.

„Somit teilt man das Projekt in leicht verdauliche Bissen auf.“

Es wird ein fester Rahmen mit grober Granularität und Meilensteinen definiert. In einem iterativen Prozess wird das Projekt sozusagen Schritt für Schritt geplant. Jeder einzelne Schritt besteht aus mehreren Schleifen mit den Phasen Planung, Durchführung, Überprüfung und Anpassung.

In Scrum gibt es 3 Rollen

  • Product Owner: definiert die Anforderungen, ist sozusagen der Kunde.
  • Scrum Master: managt den Prozess.
  • Team: entwickelt.

Weiters gibt es noch die Stakeholder.

Prozess im Detail

Die Anforderungen werden im Rahmen der „Release Planung“ in einer Liste („Product Backlog„) gepflegt, ständig erweitert und priorisiert(!). Daraus werden Arbeitspakete „Increment“ definiert und komplett umgesetzt. Dieses „Increment“ wird während der Umsetzung („Sprint“) nicht modifiziert oder ergänzt, um die Fertigstellung nicht zu gefährden.

Die Arbeitspakete werden in Aufgaben („Tasks“) aufgeteilt und mit einem Verantwortlichen hinterlegt. Im „Sprint Backlog“ wird täglich der Restaufwand aktualisiert. So kann das Team ohne Störungen arbeiten. Kommunikation spielt eine wesentliche Rolle – es ist wichtig, dass das Team sich ständig abstimmt.

Am Ende des Sprints werden in einem „Sprint Review Meeting“ den Product Owner und den Stakeholdern die Ergebnisse präsentiert. Zwischenpräsentationen über Halbfertiges gibt es nicht. Entstehen in einem Sprint neue Anforderungen, fließen sie in den kommenden Sprint ein.

Vorteile

  • Durch die Priorisierung der Anforderung liefert Scrum die Funktionen, die der Kunde am dringendsten braucht.
  • Der Status der Entwicklung ist jederzeit transparent.
  • Fehlentwicklungen und Hindernisse lassen sich durch tägliche Überprüfung und Anpassung vermeiden bzw. schnell beseitigen. Es zeigen sich also schon früh Tendenzen über die Machbarkeit des Projektes.
  • Frühes und ständiges Feedback lassen Fehlentwicklungen vermeiden und die Qualität der Ergebnisse wird ständig verbessert.
  • Overhead wird reduziert und die Produktivität wird maßgeblich gesteigert.

Somit ist es möglich, Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen, bevor sie eine Menge Geld versenken, und sie zu korrigieren, z.B. Anpassung der Konzepte.

Scrum ist speziell geeignet für hochkomplexe Projekte mit unklaren Anforderungen und könnte auch für Innovationen Anwendung finden.

Quellen:

http://scrum-master.de

http://de.wikipedia.org/wiki/Scrum

http://scrum-fibel.de/

0.00 avg. rating (0% score) - 0 votes

One thought on “Scrum – ein neuer Ansatz für Innovationsprozesse?

  1. Pingback: Scrum – Ansatz V zur Gestaltung von Innovationsprozessen « b4development.com

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.