Mit diesen 6 Killerphrasen töten Sie jede Idee!

By | 1. Mai 2016

Vielen ist nicht bewusst, was man mit nur wenigen Worten anrichten kann. Eine Killerphrase als Antwort auf eine Idee kann jegliche Kreativität und Innovationskultur ersticken und das nachhaltig. So hat man für immer Ruhe von Ideen und Veränderungen.

Es gibt 1000 Killerphrasen. Hier finden Sie sechs Typen von Killerphrasen in den verschiedensten Ausprägungen:

1. Die Neuheit und Qualität in Frage stellen:

  • Das ist doch nicht neu.
  • Ob sich da jemand begeistern lässt.
  • Wenn Sie das gut finden, warum hat es noch keiner gemacht?
  • Das haben andere auch schon versucht und nicht geschafft.

2. Die Machbarkeit und Chance in Frage stellen:

  • Das geht sowieso nicht.
  • Das haben wir doch schon oft probiert.
  • Das schaffen wir nie.
  • Seien Sie doch realistisch.
  • Dafür ist der Markt noch nicht reif.

3. Die Notwendigkeit von Veränderung in Frage stellen und die Komfortzone bewahren:

  • Seit 20 Jahren hat sich das bewährt und auf einmal soll es nichts mehr taugen.
  • Das war schon immer so.
  • Wir haben das immer so gemacht.
  • Wir werden uns doch nicht die Finger verbrennen.

4. Verantwortung und Kompetenz in Frage stellen:

  • Dafür sind wir nicht zuständig.
  • Wem ist das wieder eingefallen.
  • Dafür haben wir keine Zeit.
  • Wir haben doch gar nicht die Kompetenzen dazu.

5. Idee als Angriff sehen und verteidigen:

  • Was hier zu tun ist, weiß ich selber.
  • Seit wann sind Sie Experte?

6. Abtöten durch Verschieben:

  • Darüber reden wir ein anderes Mal.
  • Da müssen wir zuerst einmal eine Analyse machen.

Verstärkung von Killerphrasen

Wem eine übliche Killerphrase zu wenig ist und es etwas verstärken möchte, hat hier auch noch viele weitere Möglichkeiten:

  • Aus Erfahrung kann ich sagen …
  • Als Experte kann ich sagen …
  • Theoretisch mag das stimmen, aber …
  • Das ist ja ganz nett, aber …

Mal ganz ehrlich – Welche verwenden Sie?

zitat hummelSo brutal „Killerphrase“ auch klingt, so ist es auch. Wer mal mit einer Killerphrase abgewiesen wurde oder eine gehört hat, wird wahrscheinlich keine Idee mehr einbringen. Aber das Schlimme daran ist, dass eine Killerphrase nicht nur Kreativitätskiller ist, im Endeffekt ist es ein persönlicher Angriff, ein Schlag ins Gesicht.

Somit tötet eine Killerphrase Ideen, Kreativität, die Innovationskultur, jede Motivation und auch Beziehungen. Und sie stehen für fehlenden Mut, Offenheit und Vision.

Gott Sie Dank hört man diese Untergriffe heute in dieser Form wegen eines doch spürbaren Wandels in der Führungs- und Kommunikationskultur eher weniger oder subtiler. Wortgewaltige Aussagen werden seltener, doch aber die Einstellung und Kultur bleiben gleich.

Warum sind wir Kreativitäts- und Innovationskiller?

1. Das Not-Invented-Here-Syndrom ist immer noch präsent. Woher die Idee kommt, macht den Unterschied aus, ob eine Idee gut oder schlecht ist.

2. Dann lieben viele ihre Komfortzone. Veränderung ist damit immer Störung.

3. Und es unsere Einstellung gegenüber Neuem:[1]

Im Vergleich zur Mentalität im Silicon Valley sehen wir immer zuerst das Negative an einer Idee. Wir, dabei meine ich uns Europäer und vor allem Deutschsprachler, sind Weltmeister darin, zuerst das Negative, die Probleme, Risiken und Grenzen an einer Idee zu sehen. Bei uns muss man sich nahezu für eine Idee gerecht fertigen, das kann Mut, Energie und Motivation rauben.

Im Silicon Valley heißt es „im Zweifelsfall für die Idee“. Ideen werden immer offen empfangen, wenn auch noch so verrückt oder anormal. Es wird immer positiv, in Chancen gedacht. Ideen werden geteilt und Kritik ist hier positiv, ein wirksames Werkzeug. Nicht als „Waffe“, sondern sie wird wertschätzend geäußert, mit dem Willen, die Idee weiterzuentwickeln.

Wir brauchen mehr Offenheit!

Kinderzeichnung - Geht nicht ,gibt´s nicht!Das schlechteste, was man bei Innovation machen kann, ist mit blöden Aussagen jede Idee, Kreativität und Innovationskultur zu zerstören.

Offenheit ist der Erfolgsfaktor. Offen sein gegenüber Ideen und immer das Positive sehen. „Geht nicht, gibt’s nicht“ ist ein gängige Wortdresche und die sollen wir auch täglich leben.

Und ja nicht eine Killerphrase in den Mund nehmen, nein, gleich gar nicht in den Kopf lassen! Und sofort andere darauf aufmerksam machen, wenn sie zum „Killen“ ansetzen. Denn wer lässt sich bei dem Hype von Innovation und Erfolgsgeschichten wie Apple, Twitter, Uber und Tesla schon nachsagen, dass er gegen Neues ist.


sv mindset[1] Quelle „Silicon Valley Mindset“ vom Mario Herger, ein tolles Buch, das dem Phänomen sehr fundiert und gut recherchiert auf den Grund geht, warum gerade der Silicon Valley so innovativ ist und was wir für uns daraus lernen geht. Amazon: http://amzn.to/232Puv1 

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