Ideenkiller erkennen und abwehren

By | 30. Januar 2011

„Das mag zwar theoretisch richtig sein, aber …“
„Da müssen wir erst mal eine Untersuchung vornehmen.“
„Aus Erfahrung kann ich Ihnen sagen, das geht nicht.“
„Seit 20 Jahren hat sich das bewährt und auf einmal soll es nicht mehr taugen.“

 Wer kennt sie nicht – die typischen Killerphrasen für neue Ideen. Hat ein Mitarbeiter eine gute Idee und die Motivation und Energie, die Idee zum Nutzen des Unternehmens umzusetzen, heißt es oft „STOP“. Ideen sind Veränderungen oder Eingriffe in andere Bereiche und stoßen so oft auf Widerstände.

Viele beschäftigen sich mit Ideenfindung, Kreativität und Ideenrealisierung. Doch oft bringen die besten Techniken nichts, wenn die Organisation die Idee nicht freigibt. Daher widmen sich immer mehr Autoren dem Thema „Idea Selling“, z.B.

  • “Idea selling – successful pitch your creative ideas to bosses, clients and other decision makers” von S. Harrison
  • „Saving your good idea from getting shot down“ von J. P. Kotter und L.A. Whitehead.

Ideen können noch so gut sein, doch gibt es einen Gegner, der eine „blöde Frage“ in den Raum stellt, fangen potentielle Unterstützer auch zu zweifeln an.

In einem Artikel von „business-wissen.de“ werden typische Killerfragen in 4 Kategorien gegliedert:

  • Panikmache
    Es wird eine Tatsache erwähnt, der niemand so richtig widersprechen kann. Eine weitere Geschichte stellt ein unkalkulierbares Risiko dar, das bei den Teilnehmern haften bleibt. Dabei zählen nicht nur Fakten, sondern auch die Angst vor einem Risiko, basierend auf Emotionen.
    Beispiel: Der Vorschlag ist, ein Softwaresystem für Innovation zu optimieren. Der Einwand: Ist nicht in der Vergangenheit jeder Optimierung gescheitert, wie zum Beispiel beim Vertriebssystem.
  • Verzögerung
    Eine einfache Strategie, einen Vorschlag im Keim zu ersticken. Ein guter Vorschlag hat immer ein Zeitfenster für die Umsetzung. Wenn das durch Verzögerung geschlossen wird, hat der Vorschlag wenige Chancen, wieder auf die Agenda zu kommen. Am Ende ändern sich Rahmenbedingungen oder der Einreicher verliert die Lust, und so stirbt auch die Initiative.
    Beispiele: mehr Informationen und Analysen anfordern, einen Arbeitskreis einrichten, warten bis ein anderes Projekt abgeschlossen ist, …
  • Verwirrung
    Je mehr Informationen angefordert und dargestellt werden und je mehr Aspekte beleuchtet werden, desto mehr werden die Leute verwirrt, und schon gewinnen wieder die Skeptiker.
  • Spott
    Diese Strategie ist nicht sehr gängig, da es sich um persönliche Angriffe handelt und sich so die Skeptiker unbeliebt machen würden. Diese Angriffe zielen darauf ab, die Kompetenz des Innovators in Frage zu stellen. Querulanten sprechen oft Vorwürfe an und entschuldigen sich gleich dafür. Trotzdem steht aber der Vorwurf im Raum.
    Bei Manchen läuft dies oft unbewusst ab. Deren Persönlichkeit neigt dazu, dass sie Bedenken zeigen müssen. Dabei geht es beispielsweise darum, dass sie sich als besonders schlau profilieren wollen. Oder sie verstehen einfach nicht (oder wollen nicht verstehen), worum es geht.

 Wie wehrt man nun Angriffe auf Ideen ab?

Leider gibt es in diesem Artikel noch kein Rezept, aber einige Regeln und weiterführende Informationen finden Sie im angesprochen Artikel (siehe Quellen).  

Quellen: http://www.business-wissen.de/arbeitstechniken/killerfragen-und-killerphrasen-abwehren/druck.html

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