Ideenbörsen – Ideenmanagement 2.0

By | 23. März 2011

Die Prinzipien von 2.0, der Kollaboration und Selbstorganisation, werden im Innovationsprozess immer populärer. In traditionellen Ideenmanagement-Systemen war es früher kaum möglich, Ideen nach der Einreichung zu diskutieren und weiterzuentwickeln. Jedoch in Ideenbörsen oder Ideenmärkten wird die „Weisheit der Vielen“ genutzt, um Ideen selbstorganisiert zu bewerten und priorisieren.

Die Systematik ist relativ einfach:

  • Jeder Mitarbeiter bzw. Teilnehmer im Ideenmanagement hat ein Budget zur Verfügung.
  • Im ersten Schritt wird eine Idee eingereicht.
  • Jeder Mitarbeiter kann „Shares“ an einer Idee kaufen. Dadurch steigt der Preis einer Idee, was nicht nur ein Indikator für Popularität sondern auch Qualität ist. Teilnehmer investieren in Ideen, weil sie glauben, dass ihre Umsetzung einen Nutzen bringen kann. Und so erfolgt automatisch die Priorisierung der Ideen, ähnlich bei Prediction Markets.
  • Wird eine Idee umgesetzt, verdienen die Investoren Geld. Und so funktioniert auch das Anreizsystem.

In letzter Zeit tauchen immer mehr Ideenmanagement-Tools auf, die dem Prinzip der Ideenbörse folgen. Beispiele sind Hype oder Nosco.  Auf der Webseite von Nosco ist der Prozess sehr anschaulich visualisiert. Siehe www.nos.co/software.

Erste Schritte gibt es schon seit einiger Zeit. Systeme hatten schon die Voting-Funktion „Sternchen geben“ integriert. So konnten schnell gute Ideen identifiziert werden. Außerdem ermöglichte die Funktion „Kommentare“ Ideen zu diskutieren und weiterzuentwicklen.

Dazu ist es allerdings essentiell, dass im System eine kritische Masse aktiv ist, die nicht nur Ideen einbringen, sondern auch bewerten und weiterentwickeln. Denn nur ein oder zwei Kommentare und Bewertungen geben noch keine sichere Aussage über die Qualität.

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