Gates with Teeth – Wie wichtig sind harte Gate-Kriterien im Innovationsprozess?

By | 26. September 2011

„Viele meiner Kunden klagen darüber, dass die Gates typischerweise offen sind und die Frage, ob ein Projekt für das Unternehmen überhaupt noch attraktiv ist, gar nicht gestellt wird“, sagte letztens Peter Fürst, Geschäftsführer & Partner von five i’s innovation, als er die Artikelreihe „Gates with Teeth“ veröffentlichte.

„Gates with Teeth“ wurde von Bob Cooper geprägt und steht für harte Gates, an denen die Projekte evaluiert und bei geringen Erfolgsaussichten auch gekillt werden.

Geht die Trichteridee verloren? Die Idee dahinter ist, dass Sie auf möglichst viele Ideen setzen und systematisch die erfolgsversprechenden Ideen ausselektieren. Tops entwickeln und Flops vermeiden ist die Devise.

  • Und wie sieht Ihr Innovationstrichter aus?
  • Leiden Sie an zu vielen Projekten?
  • Sind Sie zu 100 % sicher, dass Sie die richtigen Innovationsprojekte verfolgen?
  • Wünschen Sie sich eine systematischere Evaluierung an den Gates und in Ihrem Projektportfolio?

Diesen Fragen widmet sich eine Artikelreihe von Peter Fürst, die wir Ihnen in den nächsten Wochen zum Lesen auf Inknowaktion zur Verfügung stellen.

Innovationstrichter Formen

Und wie sieht Ihr Innovationstrichter aus?

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3 thoughts on “Gates with Teeth – Wie wichtig sind harte Gate-Kriterien im Innovationsprozess?

  1. Andreas

    Unser Innovationstrichter wurde wie rechts oben vorgestellt. Zu Beginn der Einführung konnte dieses Bild auch gehalten werden. Nach einiger Zeit passierte allerdings etwas Interessantes.

    In den Köpfen der Mitarbeiter und deren Vorgesetzten fand eine Vorselektion der Ideen statt, sodass sich der Trichter der Form links oben (oder links unten, je nachdem, ob der sich stark verjüngende Teil, der jetzt informell abläuft, zum Prozess gezählt wird oder nicht) anglich.

    Warum? Monatlich werden alle eingegangenen Ideen dem Innovationsgremium, dem der Vorstand und die Entwicklungsleiter angehören, vorgestellt. Bei exotischeren Ideen musste damit gerechnet werden, dass diese „verrissen“ wurden. Und diese Blöße wollte sich niemand geben.

    Ich denke, dass es auch daran liegt, welchen Sinn man dem Begriff der Idee gibt. Ist eine Idee nur dazu da, das aktuelle Geschäft zu erweitern? Oder darf eine Idee auch einen Hinweis auf eine weitere strategische Option geben?

  2. Gerhard

    Meine Erfahrung zeigt, dass die Breite der Eingangsseite des Trichters stark davon abhängt, wie eine Idee im Unternehmen definiert wird.
    Hier gibt es eine hohe Bandbreite, wodurch wahrscheinlich auch die in der Literatur aufscheinenden verschiedenen Anzahlen der für eine erfolgreiche Innovation nötigen Ideen bedingt ist.
    Wichtig für Unternehmen ist aber auch die Form des Trichters. Eine Doktorarbeit an der TU Graz hat 2006 eindrucksvoll gezeigt, dass viele Trichter in der betrieblichen Praxis eben nicht wie ein Trichter aussehen und es dadurch im Prozess zu Engstellen bzw. Überlastungseffekten kommt.

  3. Peter

    Hallo Andreas,
    interessante Entwicklung! Vielleicht sollte das erste Screening der Ideen hierarchisch nicht so hoch angesetzt sein. Vielfach sehen Top-Manager sehr schnell die Risiken, aber haben nicht so das Auge für die Potenziale einer Idee.
    Ideen sind zu Beginn ihrer „Karriere“ wenig ausgereift und vielleicht eher Ideensplitter. Swarovski hat beispielsweise einen definierten Prozess von der Rohidee bis zur „zum Gate 1 präsentierbaren Idee“.
    lg Peter

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