Gates with Teeth – 5 Prinzipien

By | 27. September 2011

Gastbeitrag von Peter Fürst.

Auf jeder bedeutenden Innovationskonferenz begegne ich einer Botschaft: „Ja, ja, Stage-Gate® ist die Basis. Das braucht man sowieso!“ Klar, aufregender sind die neuen Themen wie Crowdsourcing, Netnography, etc. Das sind noch frische, weniger mühsame Spielfelder. Doch der Hebel von Stage-Gate® ist bedeutend größer … 

Stage-Gate® wirkt mühsam, weil es von vielen Personen in der Organisation ein hohes Maß an Disziplin erfordert. Vor allem die Gates funktionieren oft nicht so, wie angedacht. Und genau daran krankt dann auch die „Basis des Innovationsmanagements“:

Gates verkommen zu Meilensteinen, die vornehmlich dem Austausch des Projektstatus dienen. Die Folge: zu viele Projekte laufen parallel. Die Ressourcendecke je Projekt wird sehr dünn. Die Projektarbeit leidet und die Time-to-Market steigt. 

Ein funktionierendes Stage-Gate®-System kann man unter anderem daran messen, wie viele Kill-Entscheidungen in den frühen Gates (~1 bis 3) getroffen werden. In vielen Unternehmen „killen“ jedoch die Gatekeeper die Projekte nicht, sondern sie „verletzen“ diese bloß, in dem sie diesen die Ressourcen nehmen.

Hier sind die Top-5 Gründe, warum wir Projekte nicht killen:

  1. Hohe emotionale Bindung der Projektmitarbeiter
  2. Top-Manager schützen Ihre „Lieblingsprojekte“
  3. Unverlässliche Informationen und Angst vor falscher Entscheidung
  4. Fehlende Kriterien für Kill-Entscheidungen
  5. Projekt ist auf Roadmap bzw. im Budget und damit „gesetzt“

Für ein gut funktionierendes Stage-Gate®-System sind harte Gates notwendig – Gates with Teeth. Doch wie kommen wir zu diesen?
Folgende 5 Prinzipien bzw. Werkzeuge helfen, harte Gates aufzubauen:

  • Gute Entscheidungen basieren auf guten Informationen
  • Die richtigen Kriterien und der Umgang damit
  • Die soziologische Seite von Kill-Entscheidungen
  • Die „Es könnte ja doch …“-Falle
  • Ressourcen-Commitment ist der Schlüssel

Jedes dieser 5 Themen wird in folgende Artikeln noch vertieft. Wir freuen uns auf Ihre Erfahrungsberichte und Kommentare!

Peter Fürst ist Geschäftsführer & Partner bei five i’s innovation. Er ist Experte für Methodik und Tools im Innovationsprozess und hat Erfahrungen im Prozessdesign und -optimierung, Projektmanagement &
-controlling, Teamentwicklung und Coaching. Die five i’s sind Partner von Prof. Dr. Robert G. Cooper, dem Experten und Erfinder für Stage-Gate, und teilen mit Ihnen seinen neuesten Erkenntnisse im Innovationsmanagement. 
 

Im Oktober haben Sie die Möglichkeit, sich mit Prof. Bob Cooper zu „Gates with Teeth“ auszutauschen. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter http://www.five-is-innovation.com/news_events.asp

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