Front End der Innovation – hohe Erfolgsrelevanz aber auch hoher Nachholbedarf

By | 30. November 2015

scheer - reportLaut dem aktuellen Scheer Report zur Innovation hat das Thema für 42 % der 100 befragten Unternehmen einen hohen Stellenwert. Doch nur 28 % betreiben ein professionelles und institutionalisiertes Innovationsmanagement.

Wie gut die Fähigkeiten in den einzelnen Innovationsmanagement-Elementen sind, sieht man an folgender Grafik:

scheer - elemente innovationsmanagement im check

Quelle: Scheer, zum Vergrößern klicken

 

Die Scheer-Studie widmet sich vor allem dem Front End der Innovation, da vor allem dieses Element als Hebel für den Innovationserfolg gesehen wird.

Innovation ist ein Ergebnis der Systematik und muss mit der Innovationsstrategie beginnen.

55 % der befragten sehen sich als innovatives Unternehmen, doch haben nur 34 % eine hohe Stärke in der Innovationsstrategie, 42 % eine mittlere und 24 % eine niedrige.

Die Studie kam zum Ergebnis, dass es einen starken positiven Zusammenhang zwischen Strategiestärke und Front End Performance gibt. Um ein 5faches steigt die Erfolgswahrscheinlichkeit im Front End bei einer starken Innovationsstrategie.

Unternehmen müssen weg vom reaktiven Innovationsmanagement

Nur jedes fünfte Unternehmen betreibt Trendidentifikation systematisch.

Trends falsch oder nicht erkennen und falsch einschätzen und dafür viel „bezahlen“, hier gibt es viele prominente Bespiele: Nokia, Blackberry, Kodak …

Und auch die heutigen Themen wie Industrie 4.0 oder die digitale Transformation zeigen, wie hoch der Aufholbedarf und wie wichtig der Umgang mit Trends ist.

Ideen sind kein Produkt des Zufalls

Bei einem formalisierten Ideenfindungsprozess steigt die Wahrscheinlichkeit der Performance um ein 3-faches.

Zukunftsfelder sind die Brücke zwischen Trends und Ideen

Zukunftsfelder sind Themenbereiche, in denen gezielt nach Ideen gesucht werden. Es bedarf feste, langfristige Themen aber auch variable, die ständig hinterfragt werden.

Die Erfolgsfaktoren sind Anwendungsbezug, klare Verantwortlichkeiten und verfügbare Ressourcen. Ressourcen bereit stellen, vor allem auch für langfristige, unbekannte, meist radikal innovative Zukunftsfelder, ist für viele Unternehmen oft eine schwierige, unüberwindbare Hürde. Doch genau diese, das zeigt auch die Studie, machen letztendlich den Innovationserfolg aus.

Mitarbeiter und Kunden sind die beliebtesten Ideenquellen

Diese Grafik zeigt die einzelnen Ideenquellen und ihre Eignung zur Ideengenerierung und ihren Markterfolg:

scheer - ideenquellen

Quelle: Scheer, zum Vergrößern klicken

Kriterien zur Ideenauswahl

Die Auswahl der Ideen sollte auf Basis eines Kriterienkatalogs erfolgen. Die am häufigsten angewandten Kriterien sind:

  1. Zukunfts-fit
  2. technische Machbarkeit
  3. Nutzen-Risiko
  4. Investment-Kosten
  5. Wettbewerbsintensität
  6. IP Umgebung
  7. Zeitlich nahe Umsetzung

Empfohlen wird, von finanztechnischen Kriterien in den frühen Phasen Distanz zu halten. Die Ideen sind noch zu vage und unberechenbar. Das heißt aber nicht, Finanzzahlen außer Acht zu lassen, für das wirtschaftliche Hinterfragen haben sie sowohl eine Berechtigung.

Studie sieht hohe Relevanz und hohen Nachholbedarf

Das Innovationsmanagement entscheidet über den Innovationserfolg und somit über die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit. Vor allem das Front End ist ein wesentlicher Faktor für die Innovationsleistung. Die Studie belegt die Wichtigkeit dieser Managementaufgabe, doch zeigt sie auch viel Nachholbedarf in der Unternehmenspraxis auf.

scheer - report– – – – – –

Mehr Details & Quelle: Scheer Report Innovation im Fokus, kostenlos downloadbar unter http://scheer-management.com/scheer-report-innovation-im-fokus/

4.67 avg. rating (92% score) - 3 votes

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.