Erfolglose Vermarktung von Erfindungen – das Schicksal der Erfinder

By | 7. August 2010

Guten Ideen und technischen Erfindungen zu haben, verschafft Ehre. Aber ein erfolgreicher Durchbruch gelingt nur mit der richtigen Vermarktung der Erfindung.

Die Deutschen werden manchmal als „arme Erfinder“ oder „Exportweltmeister für Ideen“ bezeichnet. Das Telefax, der Hybridantrieb, der Walkman oder mp3 – alles sind großartige Erfindungen mit ihrem Ursprung in Deutschland. Vermarktet wurden sie allerdings durch andere und das mit einem großartigen und millionenschweren Erfolg.

1977 erfand Andreas Pavel den allerersten Walkman, fand jedoch keinen Abnehmer. Sony hat ihn gebaut und erstmal 1979 auf den Markt gebracht. Sie wurden damit berühmt und landeten an der Weltspitze der Unterhaltungselektronik.

 

Erster Walkman Prototyp (Quelle: Spiegel)

Akio Morita, ehemaliger Chef von Sony im Jahr 1993 mit einem Walkman. (Quelle: Spiegel)

Aber auch Sony hätte letztendlich fast den Anschluss verloren, indem sie auf den Trend „mp3“ zu spät regiert haben und der iPod von Apple den Walkman als tragbares Abspielgerät von Musik mit einem neuen Geschäftsmodell abgelöst hat.

Übrigens auch das Format mp3 ist „nur“ eine deutsche Erfindung. Prof. Karlheinz Brandenburg vom Fraunhofer Institut entwickelte das mp3-Format. Geld machen jedoch andere Unternehmen wie Apple oder mp3.com. Fraunhofer verdient natürlich an den Lizenzgebühren.

Eine Erfindung ist nur dann eine erfolgreiche Innovation, wenn Sie auch vermarktet werden kann. Hier spielt natürlich auch die richtige Dosis Glück eine Rolle, um zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Trotz allem ist gekonntest Marketing das A und O.

Hat man den Marktdurchbruch erreicht, darf man Trends und Änderungen am Markt nicht verschlafen, ansonsten wird das beste Produkt von einem noch Besseren oder einen neuen Technologie abgelöst. Hier gibt es auch einige berühmte Beispiele, wie die analoge Kamera oder die elektronische Schreibmaschine. Beide wurden von neuen Technologien abgelöst, aber nicht durch die Unternehmen die mit ihnen zuvor erfolgreich waren.

Quelle: http://einestages.spiegel.de/external/ShowTopicAlbumBackground/a2683/l4/l0/F.html#featuredEntry

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