Ein innovatives Unternehmen braucht keinen Innovationsmanager

By | 16. Mai 2016

Auf Haufe.de wurde ein Artikel mit dem Titel „Innovationsmanagement ist Chefsache“ veröffentlicht.

Darin geht es um DIE Wirtschaft, in der es ohne Innovation und Neuerungen absolut nicht geht, nämlich um die schnelllebige und technologiegetriebene Digitalwirtschaft.

Dort hat eine Studie des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft (BVDW) festgestellt:

  • Bei 72,7% ist die Geschäftsführung für Innovation zuständig,
  • „nur“ 15,2 % haben einen Innovationsmanager.

Dabei wird im Artikel geschrieben: „Die Etablierung eines eigens eingesetzten Innovationsmanagers ist in der Breite indes noch nicht angekommen.“ Dieser Satz klingt sehr negativ besetzt, so quasi: Die haben keinen Innovationsmanager, die sind nicht innovativ. Aber es stellt sich eher die Frage:

Braucht man überhaupt einen Innovationsmanager?

In Großunternehmen ist er bzw. ist ein Innovationsmanagement unverzichtbar. Denn es braucht Prozesse und Strukturen, z.B. wie Ideen ablaufen und umgesetzt werden oder wie aus der Masse von Themen entschieden wird, welche verfolgt werden.

Aber die Aufgabe des Innovationsmanagers sollte es nicht sein, Innovation selbst zu betreiben. Denn das sollte im Aufgabenspektrum aller Mitarbeiter sein.

Aber genau weil das nicht funktioniert, brauchen Unternehmen Innovationsmanager. Die sind meist auch Enabler und Motivatoren und kämpfen und arbeiten um eine Innovationskultur, dass Innovation selbstverständlich wird und dass sich Mitarbeiter nicht nur im Tagesgeschäft versenken.

erfolg idee

Ein Unternehmen, wo Innovation selbstverständlich ist, braucht (k)einen Innovationsmanager!

Innovation ist Chefsache und Mitarbeitersache.

Die Chefs müssen dafür sorgen, dass Innovation im Unternehmen selbstverständlich ist. Innovation muss Tagesgeschäft werden. Es ist Teil der Führungsarbeit, eine Strategie und Kultur zu bilden, damit Innovation in der Unternehmens-DNA fest verankert ist.

Jeder Mitarbeiter soll sich mit neuen Ideen und der Unterstützung von Innovationen einbringen. Aber nicht als Einzelkämpfer sondern im Team. Alle kennen die berühmte Google 70-20-10-Regel. Stichwort Intrapreneurship.

Was es aber braucht, ist einen Kümmerer. Jemand

  • der Tools, Prozesse und Know-How zur Verfügung stellt, um die Innovations-Produktivität zu steigern,
  • der bei organisatorischen Fragen rund um Innovationen unterstützt, und
  • der die Innovationspipeline strategisch steuert, denn es ist unmöglich alle Ideen zu verfolgen, man muss fokussieren.

Und das ist Innovationsmanagement. Und je nach Größe des Unternehmens und der Marktdynamik macht das

  • die Unternehmensführung selbst,
  • als Job Enrichment z.B. HR, F&E, Marketing oder Qualität,
  • ein Innovationsmanager oder
  • sogar eine Innovationsabteilung.

Innovation selbst – Ideen zu finden und umzusetzen – steht in jeder Stellenbeschreibung!


Quelle und mehr Details zur Studie: https://www.haufe.de/controlling/controllerpraxis/digitale-wirtschaft-innovationsmanagement-ist-chefsache_112_349056.html

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