Die Macht des Innovationsprojektleiters? – Führung außerhalb der Linie als Herausforderung

By | 8. Juli 2014

„Führung außerhalb der Linie – eine Führungsaufgabe unter erschwerten Bedingungen“ – das kennen Innovationsprojektleiter nur allzu gut. Innovationen werden in Projekten mit temporären Teams abgewickelt, dabei ist die Führung der Projektmitarbeiter eine besonders hohe Herausforderung.

  • Produktinnovationen betreffen nahezu jeden Bereich der Organisation, dementsprechend interdisziplinär und komplex sind die Projektteams.
  • Dazu kommt, dass Innovation immer mit Neuheit, Unsicherheit und oft Skepsis verbunden ist. Das macht es noch schwieriger, das Team abzuholen. (Kann allerdings auch das Gegenteil sein – voll Begeisterung für das Neue, aber leider nicht immer).

Diese beiden Bedingungen machen es für Leiter von Innovationsprojekten noch schwieriger, das Team außerhalb der Linie ohne disziplinarische Weisungsbefugnis zu führen.

  • Umso größer ein Unternehmen, umso ausgeprägter ist das Silo- und Abteilungsdenken.
  • Die Abteilungsziele und dortigen Aufträge sind einem Projektmitarbeiter wichtiger, als die des Projektes. Immerhin zahlt der Chef das Gehalt und bestimmt über die Karriere.
  • Der Projektleiter hat somit keine Sanktionsmöglichkeiten, wenn der Projektmitarbeiter nicht performed. Er hat ja kaum die Möglichkeit, ihm das zu sagen, denn dann sind Motivation und Engagement wahrscheinlich komplett unter null.
  • Und wenn dann noch Ressourcen und Zeit knapp sind, kämpft er gegen die Linie um Ressourcen. Nahezu nicht gewinnbar.

Keene Ahnung

Im Projektmanagement Blog von projektmagazin.de habe ich dazu den interessanten Artikel „Führung außerhalb der Linie – eine Führungsaufgabe unter erschwerten Bedingungen?“ gefunden. Das Fragezeichen verdeutlicht schon, ob es wirklich erschwerte Umstände sind. Klar, Linienchefs müssen auch überzeugen, sich um ein positives Klima sorgen und arbeitsrechtliche Probleme lösen. Aber trotzdem wird an den Projektleiter ein falscher Anspruch gesetzt, dass er Motivations-Probleme mit Projektmitarbeitern lösen muss. Warum? Hier eine Lösung

Ein Projekt zu starten, sucht sich meist nicht selbst der Projektleiter aus, sondern es wird vom Management aus guten Gründen beauftragt. Dementsprechend muss auch die Priorität, das Commitment und Engagement von oben gegeben sein. Dazu gibt es auch einen Projektsteuerkreis, der die obere Etage der wichtigsten Stakeholder vertritt. Und von dort aus muss das Commitment nach unten in das operative Projektteam getragen werden. Das Allerwichtigste dabei – „ein gemeinsames Ziel„, das alle im Projekt mittragen und erfüllen wollen.

Es soll nicht die Aufgabe des Projektleiters sein, dass er ständig sein Team vom Sinn und Zweck des Projektes überzeugt. Das wäre Energieverschwendung. Natürlich zählt es auch zu seinen Aufgaben, Projektmarketing zu betreiben und zu überzeugen, aber die Basis muss von oben gegeben sein.

Weiterführende Infos und Quelle: https://www.projektmagazin.de/meilenstein/projektmanagement-blog/fuehrung-ausserhalb-der-linie-eine-fuehrungsaufgabe-unter-erschwer

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