Ideenmanagement in der Krise – weiterführen oder aussetzen?

By | 24. Januar 2010

Der Erfolg von Ideenmanagement hängt von der Aufmerksamkeit von der Unternehmensleitung, den Führungskräften und den Mitarbeitern ab. Jedoch ist diese Voraussetzung in Krise nicht gegeben, sondern in vielen Unternehmen gehen die Vorschlagszahlen nach unten.

Krisenbedingte Beeinträchtigungen

  • Durch mentale Belastungen aufgrund von Ängsten um den Arbeitsplatz haben Mitarbeiter den Kopf nicht frei für Ideen.
  • Nachlassen der Aufmerksamkeit für das Ideenmanagement von seitens der Führungskräfte, da andere Themen eine höhere Wichtigkeit haben.
  • Ablehnung von Vorschlägen, wenn kein Budget für Investitionen und Umsetzung verfügbar ist.
  • Kurzarbeit: gestörte Kommunikations- und Abstimmungsprozesse zur Vorschlagsbearbeitung aufgrund von Abwesenheiten, keine Zeit für Bearbeitung und Umsetzung der Vorschläge

Viele Unternehmen überlegen daher das Ideenmanagement vorübergehend einzustellen.

Folgende Gründe sprechen jedoch für eine Weiterführung:

  • Bedrohung von Werten der Unternehmenskultur.
  • Krisen erfordern ein hohes Maß an Flexibilität und Veränderungsbereitschaft. Das Ideenmanagement ist dafür ein ideales Instrument.
  • Die Maßnahmen zur Krisenbewältigung sind für die Mitarbeiter mit erheblichen Zumutungen und Verzichten verbunden. Das Ideenmanagement gibt den Mitarbeitern die Möglichkeit, etwas zu bewirken und mitsprechen zu können. Würde man das Ideenmanagement einstellen, würde man den Mitarbeitern etwas „wegnehmen“.
  • Das Ideenmanagement bietet einen Rahmen für zeitlich begrenzte Aktionen, um Ideen für „Sofort-Einsparungsmaßnahmen“ zu sammeln und diese extra zu prämieren.

Quelle: „Ideenmanagement in der Krise“ von Hartmut Neckel, Zeitschrift Ideenmanagement 04/2009

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