Patente im Innovationsprozess – Möglichkeiten und Nutzen einer Patentrecherche

By | 12. Juni 2016

In Europa werden nach Schätzungen durch Experten jährlich etwa 60 Milliarden Euro für Doppelentwicklungen ausgegeben.[1] Dies deutet darauf hin, es werde zu wenig verfügbares Wissen berücksichtigt. Unternehmen investieren unnötig in Entwicklungen, die bereits getätigt wurden. Dadurch werden Human-, Geld-, Labor- und Entwicklungs-Ressourcen verschwendet und Schutzrechtsverletzungen riskiert.

Der Erfolg eines Unternehmens hängt von dessen Innovationsfähigkeit ab. Innovationen können jedoch nur auf der Grundlage von Wissen und Information entstehen. In vielen technischen Gebieten sind 80 bis 90% der verfügbaren technischen Literatur in Form von Patentinformation vorhanden. Dies macht Patentinformation in Innovationsprojekten zu einer unverzichtbaren Wissensquelle.

Aktuell werden weltweit jährlich ca. 2,7 Millionen Patente und ca. 1 Million Gebrauchsmuster angemeldet. Renommierte Patentliteraturdatenbanken umfassen etwa 95 Millionen Publikationen, die der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Der Anmeldetrend ist steigend, wie die folgende Graphik zeigt.

anzahl patent publikationen

Quelle: World Intellectual Property Indicators. WIPO. 2015, p. 35

Es wurde jedoch bereits mehrfach aufgezeigt, dass Patentinformation im Innovationsprozess zu spät eine wichtige Rolle einnimmt. Besonders in den strategischen Phasen findet lediglich eine geringe Nutzung von Patentinformation statt, obwohl vielseitige Möglichkeiten bestehen.

Kostenlose Patentdatenbanken

Die Datenbanken

bieten beispielsweise einen kostenlosen Zugriff auf Patentinformation. In der Datenbank espacenet kann in einem Datenbestand von über 90 Millionen Einträgen recherchiert werden.

Um selbst neue Patentpublikationen laufend überwachen zu können, ist es notwendig im Umgang mit derartigen Tools vertraut zu sein. Es ist zum Beispiel enorm wichtig über den Datenbestand und den Aktualisierungsgrad Bescheid zu wissen. Dabei bietet jedes dieser Tools punktuell Vorteile aber auch Nachteile, die man kennen sollte.

So sind z.B. momentan in der Datenbank Depatisnet lediglich Volltextrecherchen im Volltext von deutschen Patentanmeldungen, Patenten und Gebrauchsmustern möglich. Es kann daher notwendig sein in mehreren Datenbanken zu recherchieren. Daneben können Patentklassen, Trunkierungen (Wildcards), Suchfelder und dergleichen nicht unschwer zu bedienen sein. Außerdem beinhaltet die Patentüberwachung mit Hilfe des Publikationsdatums eine Fehlerquelle, bei der nachträglich in die Datenbank importierte Treffer übersehen werden können.

Zusammengefasst kann die selbst durchgeführt Patentrecherche und Patentüberwachung daher eine zeitintensive und komplizierte Tätigkeit sein.

Zeiteinsparung und Qualität durch Patentservices

Ein sehr nützliches Service ist beispielsweise der Patent-Report. Er ermöglicht Managern und Personen aus der F&E sich zeitsparend, unkompliziert und ohne Bindung über die neuen Patentpublikationen des Wettbewerbs zu informieren. Man bekommt die neuen Patentpublikationen automatisch in sein Postfach und muss nicht selbst daran denken in Patentdatenbanken zu recherchieren. Darüber hinaus benötigt man keine Kenntnisse, um an die neuesten Patentpublikationen zu kommen. Dafür sorgt das Team von IPnovation.

Es werden zwei unterschiedliche Optionen angeboten:

  • Patent-Report für Manager zur laufenden Wettbewerbsbeobachtung über neue Patentpublikationen
  • Patent-Report für F&E zum Technologiescreening und zur Überwachung von Patentpublikationen auf technologischer Basis (Erstellung eines individuellen Abfrageprofils aufgrund von z.B. Patentklassen, Begriffe, Organisationen)

Auf Basis der festgelegten Parameter erhält man wahlweise monatlich, einmal im Quartal oder einmal im Jahr einen Patent-Report im Format PDF. Der Patent-Bericht wird per E-Mail versandt und bietet den Vorteil, dass auf den Bericht auch unterwegs z.B. mit dem Tablet zugegriffen werden kann. Der Patent-Report kann an beliebig viele E-Mail-Adressen versandt und weiter verteilt werden.

Der Patent-Report hat die Zielsetzung sich rasch einen ersten Überblick zu den neuesten Patentpublikationen machen zu können. Zu jeder neuen Publikation werden Informationen wie Titel, Abstract, Familienübersicht, Figuren, Priorität, Anmelder und Erfinder dargestellt. Sollte eine neue Patentpublikation näher interessant sein, kann über die hinterlegten Verlinkungen auf weitere Informationen, wie z.B. Patentansprüche, Text der Beschreibung und weitere Zeichnungen, zugegriffen werden. Wie das folgende Beispiel zeigt, kann auch ein Highlighting hinterlegt werden, um spezielle Begriffe hervorzuheben.

screenshot patent report

Fazit

Patente sind sehr wichtige und absolut unverzichtbare Informationsquellen im Innovationsprozess, um z.B.

  • Doppelentwicklungen zu vermeiden
  • Patentverletzungen zu vermeiden
  • Impulse für neue Innovationen zu finden
  • Zugang zu neuen Technologien erhalten
  • den Wettbewerb zu beobachten

Patenttools wie der Patent-Report bieten die Möglichkeit regelmäßig über neue Patentpublikationen informiert zu werden, ohne selbst in einer Patentdatenbank recherchieren zu müssen. Rechnet man die Zeit, die man selbst in Datenbanken verbringen müsste und das Risiko, dass die Qualität der Informationen lückenhaft sein könnte, rentieren sich solche Services auf jeden Fall.

Einfach mal reinschauen und unverbindlich probieren. Erhältlich ist der Patent-Report unter www.Patent-Report.com.

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Quelle: [1] Wagner, Michael: Wegweiser für den Erfinder: Von der Aufgabe über die Idee zum Patent. Berlin. 2005, S. 180

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