Archiv für Oktober 2011

Wohin mit dem Innovationsmanager – Studienergebnisse

15 Oktober 2011

Die Studie “Wohin mit dem Innovationsmanager” beschäftigte sich mit der organisatorischen Integration des Innovationsmanagements. Über die optimale organisatorische Anbindung eines Innovationsmanager kann man lange diskutieren, ob beim Markt, der F&E oder gar beim Vorstand, daher wollten wir im Zuge einer Mini-Studie die Frage näher beleuchten.

27 Innovationsmanager nahmen an der Studie teil, wofür wir uns an dieser Stelle sehr herzlich bedanken!

Die erste Frage beschäftigt sich mit der Art der Organisation des Innovationsmanagers. Ein Großteil der Unternehmen haben eine eigene Abteilung für das Innovationsmanagement, ein Drittel als Stelle und rund ein Fünftel als Erweiterung einer bestehenden Funktion.

Die Art der Integration hängt sicherlich sehr stark vom Aufgaben- und Verantwortungsbereich des Innovationsmanagers und der Unternehmensgröße ab.

In der Studie wurden zwei Hauptfragen gestellt:

  • die aktuelle organisatorische Integration (IST) und
  • die optimale Integration (SOLL).

Die nachfolgende Grafik stellt die Ergebnisse zusammengefasst dar.

Mehr als die Hälfte der Befragten sind der Meinung, Innovationsmanagement ist am besten beim Vorstand aufgehoben. Argumente sind

  • Innovationsmanagement ist eine Querschnittsfunktion und mehr als F&E oder Marketing.
  • Innovation hat einen strategischen Kontext.
  • Innovationen müssen im gesamten Unternehmen gefördert werden.
  • Innovation ist eine erfolgskritische Funktion und soll direkt an die Entscheidungsebene berichten.
  • Blick aufs Ganze.

Die organisatorische Anbindung hängt natürlich auch sehr stark vom Geschäftsmodell und der individuellen Unternehmensstruktur und Aufgabenteilung, speziell vom Aufgabenportfolio des Innovationsmanagers, ab.

Beispielsweise spielt die Schnittstelle zu Marketing und F&E eine wesentliche Rolle. Bei der Integration des Innovationsmanagement sollte sichergestellt werden, dass es gute Kanäle in diese Funktionsbereiche gibt. Es hat sich auch gezeigt, dass in technologiegetriebenen Unternehmen Innovationsmanagement in der Forschung & Entwicklung sehr gut aufgehoben ist, da Innovationen dort entstehen und getrieben werden. Es gibt auch zahlreiche valide Gründe, die für ein Anbindung an das Marketing und Produktmanagement sprechen, vor allem um die Kunden- und Marktorientierung sicherzustellen. Die Sensibilität für Kundenerwartungen und Marktchancen von Innovationen ist höher und besser einschätzbar.

Was sich allerdings als wichtigster Erfolgsfaktor zeigt, ist die Zusammenarbeit zwischen Techniker und Marketer, die durch das Innovationsmanagement verlinkt werden. Dementsprechend muss der Innovationsmanager richtig platziert werden, um diese Prozess bestmöglichst zu steuern und mitzugestalten.

Die folgende Grafik zeigt nochmals die Ergebnisse im Detail, wo nach Meinung der Befragten das Innovationsmanagement am besten positioniert ist (siehe Balken). Die Farben sagen entsprechend der Legende aus, wo die Befragten aktuell angebunden sind. Zur Interpration, zum Beispiele  wünschen sich 3 aus der F&E beim Vorstand angesiedelt zu sein. Schwarz bedeutet, dass IST und SOLL ident ist / “passt”.

Als letzte Analyse haben wir die Zustimmung dargestellt. Die Grafik bedeutet beispielsweise dass die Hälfte der in der Forschung angesiedelten Innovationsmanager mit der aktuelle Einbindung zufrieden sind, die andere Hälfte ist der Meinung, dass Innovationsmanagement in eine andere Organisationseinheit besser passen würde.

Die Studie präsentiert natürlich aufgrund der kleine Stichprobengröße keine wissenschaftlich fundierten Ergebnisse. Jedoch sind interessante Tendenzen erkennbar. Zusammengefasst zeigt die Studie, dass Innovationsmanager an strategischer Stelle positioniert sein möchten, entweder beim Vorstand oder beim Business Development / Strategieentwicklung. Dort herrscht auch die größte Zufriedenheit. Bei der optimalen Anbindung spielt die Funktion des Innovationsmanagers in der Organisation eine wichtige Rolle, das soll auch bei organisatorischen Integration berücksichtigt werden, vor allem in Bezug auf Informationskanäle, Schnittstellen und Steuerungsaufgaben.

Diese Thema lässt sich unendlich erforschen und analysieren. Wenn Sie konkrete Interessen und Ideen haben, das Thema weiter zu erforschen, analysieren, bearbeiten oder zu diskutieren, dann melden Sie sich einfach. Das Team rund um Inknowaktion ist für (fast) alles bereit.

Industrial Design ist mehr als schickes Design

4 Oktober 2011

Angenommen Sie bekommen den Auftrag, Mineralwasser zu innovieren. Was kann man an Wasser mit Kohlensäure optimieren? Hier gibt es nicht viel Produktinnovationspotential. Glaubt man.

Das Potential für Produktinnovation ist zwar beschränkt, aber auch hier ergaben sich nach vielen Jahren ohne Innovation zahlreiche Möglichkeiten, wie beispielsweise die Veränderung des Kohlensäuregehaltes (stilles und mildes Mineralwasser) oder die Kreation von Wellnessgetränken durch Zugabe von Aromen.

Aber das können viele Mineralwasserhersteller kopieren. Vöslauer hat gezeigt, wie man sich differenzieren kann. Und zwar mit Design, konkret in der Verpackung. Durch Design wurde nicht nur das optische Auftreten, sondern die Funktionalität innoviert:

Konkret möchten wir den Stöpsel herausgreifen:

  • Die Rillen optimieren die Kraftübertragung beim Öffnen.
  • Lücken im Gewinde im Inneren des Stöpsels unterstützen die Druckentlastung beim Öffnen.
  • Die Tiefgezogenen Rillen außen herum bieten Schutz im Falle eines Verschluckens.

Wie man sieht, kann man mit Design ein hohes Potential an Innovation und Verbesserung ausschöpfen. Design ist nicht nur schickes Verschönern und kreatives Gestalten. Design ist Funktion für den Kunden: Verbesserung der Handhabung, Nutzung und Umweltverträglichkeit. Dadurch wird Zusatznutzen für die Kunden geboten und die Differenzierung zum Wettbewerb signifikant gesteigert. Die Kassen klingeln.

Case Study zur Verfügung gestellt von Michael Thurow | tm concepts e.U. – Innovations- und Designmanagement | www.tm-concepts.at

GE Global Innovation Barometer – How innovation will change

1 Oktober 2011

StrategyOne recently conducted an international study for General Electric to produce what GE calls the “GE Global Innovation Barometer”. In the last years, GE has opened up its innovation management and integrated quite a number of collaborative approaches. A prominent example is GE’s ecomagination challenge. In fact, in a number of dimensions GE can be seen as a global benchmark in Open Innovation.

GE issued the study to better understand how innovation is changing and how social expectations regarding innovation are shifting. In the study, 1,000 senior executives from 12 countries were interviewed in order to analyze perceptions around innovation challenges, to gain insights on current drivers and barriers to innovate and to identify best practices from innovation champions. The countries covered included (in alphabetical order) Australia, Brazil, China, Germany, India, Israel, Japan / South Korea, Saudi-Arabia / UAE, Sweden and USA. All of the executives interviewed were directly involved in their company’s innovation processes and at VP-level or above. The study touched quite a number of aspects.

In the survey, more than three-quarters of executives (77%) said they believe the greatest innovations of the 21st century will be those that help address human needs, such as improving health quality or enhancing energy security, more than those that simply create the most profit.

To summarize the three key findings: A vast majority of the executives interviewed  believe that

  • the way firms are innovating will be totally different from the past,
  • innovation is about partnerships more than the success of an organization alone and that
  • innovation will be driven by SMEs and a combination of players.

Source: http://www.gereports.com


Sources
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